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Riemenrudern für Breitensportler

Nicht ausgelastet mit dem Skullen? Über weitere Interessenten am Riemenrudern würden wir uns sehr freuen. Kontakt siehe -> Sportangebote -> Freizeit-/Breitensport

Seit Mai dieses Jahres bietet Karl Köster einen Riemenkurs für unternehmungslustige Breitensportlerinnen und –sportler an. Mit der Fritz Minhardt, einem leicht altersschwachen Gigboot, das aber für das Anfängertraining gut geeignet ist, versuchen vier engagierte Leute mit Karl als Steuermann seit fünf Wochen, eine gemeinsame Balance und einen gemeinsamen Rhythmus zu finden.

Dabei gilt es, so einiges anders zu machen als beim Skullen: beide Hände greifen hier im Abstand von zweieinhalb Handbreit den sogenannten ‚Riemen‘ (schweres Ruder aus Holz); hier stützen nicht die Daumen, sondern der kleine Finger das Ruder ab und hält es in den Dollen fest (was zu sehr ungewöhnlichen Hornhautbildungen führt!); ferner darf nun das Außenbein leicht abgewinkelt werden, damit der Arm in der Auslage zwischen die Beine geführt werden kann. Da man sich hier für eine Bootsseite entscheiden muss, entweder nur steuerbords oder nur backbords rudert, ist die wechselseitige Abhängigkeit im Team noch größer als im ‚normalen‘ Boot, da zwei Ruderer hier wie eine rechte und eine linke Hand zusammenarbeiten müssen.

Nach einigem Gewackel und zahlreichen Übungen, mit denen Karl unsere Fehler zu korrigieren versuchte, sind wir nun (mehr oder weniger) so weit, vom Gigboot zum ungesteuerten Vierer zu wechseln, was neue Herausforderungen bieten dürfte! Karl wird dann mit uns zusammen rudern, damit nichts schiefgeht…

Über weitere Interessenten am Riemenrudern würden wir uns sehr freuen, da ja immer mal jemand ausfällt und bei entsprechendem Engagement vielleicht sogar eines Tages ein Breitensport-Achter zustande kommen könnte. Sehr erfreulich ist, dass der Fortgeschrittenenkurs von Heiko und Claus ja nun auch begonnen hat, in die Kunst des Riemenruderns einzuführen – vielleicht könnte das ja ausgebaut werden?

 

Auch wenn diese Art des Ruderns irgendwie an Sklavenarbeit auf römischen Triremen erinnern mag, so bietet sie eine interessante Abwechslung vom Skullen, ferner bleibt der Riemenachter die Königsdisziplin des Ruderns, ganz zu schweigen von der wunderbaren Rudertradition englischer Universitäten wie Oxford und Cambridge, die weitgehend auf das Riemenrudern setzen.